Glaubensfrage

Identifikation mit einer historischen Figur

Jörg Schulten, dem alten Nachtwächter von 1776,

im 32. Dienstjahr, obliegt, als einem von mehreren, das Wachamt in der alten Stadt. Er lebt im Gebet und unverbrüchlichem Glauben an die Allmacht des Erlösers. Gott und Mensch in enger Zusammengehörigkeit, das ist Hilfe zum Überleben! Nur der Herr kann Sorgen lösen und Nöte binden. Die Gottesherrschaft ist die Hoffnung der Gläubigen, im Gebet erfüllen sich Dank und Pflicht: "Mensch, vergiss der Wohltat nicht!"

 

Das alte Nachtwächterlied, das einzigartig in unsere Zeit überkommene, immer noch weit bekannte 12versige, volkstümliche Lied, gibt Zeugnis ab von Bibeltext und Glauben: Frohe Botschaft, Wort Gottes.

 

Wenn Jörg Schulten um 1 Uhr in der Nacht mit großer Stimme und vollem Herzen singt: "Es ist nur ein Gott in der Welt, Mensch, wie ist Dein Herz bestellt ..., was meint: "Wie stehst Du zu ihm?" oder um 3 Uhr nachts: "Dreifach ist, was göttlich heißt, Vater, Sohn und heil'ger Geist", dann vollendet sich die Situation auch des modernen "Wächters" wie von selbst.

 

Dieses Lied ist Verkündigung des Evangeliums! Und sollte der Nachtwächter in heutiger Zeit als Nichtgläubiger in die deklamierende, singende, verkündende Rolle zur Nacht schlüpfen, so tut er das als seelenlose Maschine, als kalter Roboter.

 

Der aktuell in Erscheinung tretende Nachtwächter, fest verwurzelt im Glauben, wird seine Aufgabe in alter Tradition wahr und warm in unsere Zeit hineintragen. Dann verkörpert er glaubhaft mehr als nur eine geschichtliche Figur!

 

Übrigens eine große Herausforderung als Nachtwächter: "Botschafter des Evangeliums" zu sein.

Helga Simon,
"die poetische Nachtwächterin",
freischaffende Künstlerin

Marienstraße 54a
32427 Minden
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