Lieder

Der Choral

Die alten Wächter machen ihre Runde,
sind wachsam über Feuer und das Licht,
daß in der Stadt, die schlafend liegt im Dunkeln
nicht an Geborgenheit gebricht.

Dem Wachamt treu und ernst und fest verbunden,
der Wächter läuft für Stadt und Raum und Zeit,
für alle Menschen, auf der ganzen Erde,
schwer steht die Nacht, der Ruf der Ewigkeit.

Er grüßend ehrt den Mond, die hellen Sterne,
die ihm Begleiter sind im Nachtgesch´n.
Kalt steht das Wetter, naß in seinem Mantel,
und mutig, unverzagt die Wächter geh´n.

Von Gott geführt, wird leichter jeder Schritt,
und Gottvertrauen segnet seine Wacht.
Schwer liegt der Traum, die Krankheit und die Sorge,
die Wächter glätten Angst und Zorn der Nacht.
Helga Simon,
"die poetische Nachtwächterin",
freischaffende Künstlerin

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